„Wenn ihr ein Haus betretet, sagt als Erstes: „Friede sei mit diesem Haus.“                                                                                   

Lukas 10; 1-6

 

Diesen Auftrag erhielten damals die 72 ausgewiesenen Jünger. In ihrem Dienst als Verkündiger waren sie auf Gastfreundschaft angewiesen.
Jesus schickte sie bewusst so los. Sie sollten nichts mitnehmen. Und doch bekamen sie ein kostbares Gastgeschenk mit auf den Weg.

Noch bevor etwas in der im Orient umfangreichen Begrüßung gefragt oder besprochen werden konnte, sollte dieses Geschenk der gastgebenden Familie begegnen, sich in ihr Haus ausbreiten. Schalom – Frieden!

Nachgelesen: Unser Wort Friede gibt nur unzureichend wieder, was Schalom meint. Schalom schließt die ganze Person mit ihren Beziehungen ein.
Schalom ist Gottes Friede – in seiner Gegenwart soll „Wohlsein/ Heilwerden“ erfahren werden. Aus diesem Frieden mit Gott fließt auch Friede in die Begegnungen und Beziehungen mit den Menschen in unserer Umgebung.

Dieses kleine Gastgeschenk hatte die Kraft, in diesem Haus Gutes zu bewirken. Und doch war es kein Zauber. Von Seiten des Menschen gehörte die Bereitschaft dazu, diesen Frieden zu empfangen und sich auf Gottes heilvolle Veränderung einzulassen. Fehlte beim Gastgeber diese Bereitschaft, konnte der Schalom nicht bleiben. Der Friede kehrte zu den Jüngern zurück…

Ich möchte Gottes Friedenschaffen in mir annehmen, geschehen lassen. Ebenso anderen diesen Frieden zusprechen – und damit Gottes liebevolle Zuwendung.

Ruth Deuster